Antrag der Linksfraktion angenommen: Personal in der „Hin und Herberge“ wird aufgestockt

23. November 2015  News
Obdachloser auf einer Parkbank

Der Sozialausschuss beschloss in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch einstimmig die Aufstockung des Personals in der städtischen Notschlafstätte „Hin und Herberge“ am Derendorfweg. Die Ausschussmitglieder folgten dem Antrag der Fraktion DIE LINKE eine weitere Vollzeitstelle für eine pädagogische Fachkraft zu schaffen.

 

 

Die Lage in der „Hin und Herberge“ ist schlecht. Die Kapazitäten reichen nicht aus; immer mehr Obdachlose suchen Schutz in der Unterkunft. DIE LINKE hatte schon zu Jahresbeginn Fragen zum Thema gestellt. Nun berichtete die Verwaltung von Überfüllung und Überforderung. Neben der Personalaufstockung wurde ein Prüfauftrag an die Verwaltung beschlossen: In der ganztägigen Finanzausschusssitzung wird nun berichtet, welche zusätzlichen Sachkosten in den Haushalt für 2016 eingestellt werden müssen, um einen angestrebten Ausbau der Unterkunft zu finanzieren.

Zu den Gründen für die zunehmende Überfüllung der „Hin und Herberge“ verwies die Verwaltung unter anderem auf die hohe Zahl an Zwangsräumungen, den Mangel an bezahlbarem Wohnraum für Einzelpersonen und das Vermietungsverfahren, welches es Menschen mit einer negativen Schufa-Auskunft unmöglich macht, eine Wohnung zu mieten. Vincent Cziesla, sozialpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, beantragte daraufhin, diese Probleme in einer der nächsten Ausschusssitzungen zu diskutieren. Der Antrag wurde angenommen. Zu dieser Debatte wird auch ein Vertreter des Neusser Bauvereins eingeladen.

Ein kommunales Wohnungsunternehmen muss anders agieren, als profitorientierte Privatunternehmen. Zwangsräumungen müssen vermieden werden, Schufa-Auskünfte dürfen kein Ausschlusskriterium sein. Oberstes Ziel des kommunalen Wohnungsbaus muss die Bereitstellung von ausreichendem und bezahlbarem Wohnraum für alle Menschen in der Stadt sein.

(Bild auf dieser Seite: copyright by schubalu  / pixelio.de)


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