Gänsemanagement am „Jröne Meerke“ gescheitert: LINKE fordert Neuanfang

25. Februar 2016  Antrag, News

Die Stadt Neuss wird keine weitere Genehmigung für das Unfruchtbar machen von Schneeganseiern mehr erhalten. Damit ist das von Herrn Dr. Mooij erarbeitete Gänsemanagement, dessen Herzstück das Anstechen von Eiern ist, gescheitert. Die Fraktion DIE LINKE hat schon im Jahr 2014 darauf hingewiesen, dass andere Experten und Behörden (u.a. das LANUV) Schneegänse nicht als invasive Art einschätzten und somit die Rechtssicherheit von Herrn Dr. Mooijs Konzept in Frage gestellt.

Diese Einschätzung hat sich nun bestätigt. Die Fraktion DIE LINKE fordert daher die Aufhebung des Vertrages mit Herrn Dr. Mooij und die Neuauschreibung des Gänsemanagements. Der erste Auftrag war an Herrn Dr. Mooij direkt vergeben worden, obwohl es bereits andere Ideen für rechtssichere Konzepte gab. Hier ist die Arbeit der renommierten Gänseexpertin Dr. Susanne Homma zu erwähnen, die bereits nach einem Gespräch am 18.02.2015 schrieb:

„Eine Bestandsreduktion der Schneegänse ist im vorliegenden Fall rechtlich nicht möglich, auch die erfolgte Gelegereduzierung hätte so nicht genehmigt werden dürfen. Die Schneegans wurde vom BfN als ‚nicht invasive Art‘ eingestuft, sie gilt als heimisch nach BNatschG.“

Im Rahmen des Gänsemanagements hätten diese Einschätzung und viele weitere vorgebrachte Vorbehalte berücksichtigt werden müssen. Da dies nicht geschah, hat man die Chance verpasst, ein sinnvolles Konzept zu verfolgen und somit auch für das „Jröne Meerke“ wertvolle Zeit verschenkt. Herr Dr. Mooij ist seinem Auftrag, ein nachhaltiges Konzept zu erstellen nicht nachgekommen. Daher soll die Stadt nun Schadensersatzansprüche prüfen.

Der Antrag zum Download: Neuaufstellung des Gänsemanagements am „Jröne Meerke“

 

Bild auf dieser Seite: Astrid Götze-Happe / pixelio.de


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