Nicht nur „Law&Order“ – Legalisierung von Cannabis prüfen

28. Oktober 2016  Antrag, News

Der Drogenhandel im Marienkirchviertel darf nach Ansicht der Fraktion DIE LINKE nicht nur unter Kriminalitätsgesichtspunkten gesehen werden. Mehr Strafverfolgung löst – das zeigen jahrzehntelange Erfahrungen in anderen Städten – das Problem nicht.

 

Insbesondere ist es nicht damit getan, die Drogenkonsumenten einfach in andere Neusser Stadtteile zu vertreiben. Das schützt weder die Bewohner noch die Kinder. Und auch nicht die Drogenkonsumenten, die im Marienkirchviertel oft selbst Opfer von Gewalt werden. Für die Drogenberatung wären die Konsumenten dann vielleicht gar nicht mehr zu erreichen.

Ein Gutteil des Problems wäre gelöst, wenn es in Neuss Coffeeshops geben würde, in denen z.B. Cannabis legal erworben werden kann. In zertifizierten Verkaufsstellen, die die Einhaltung des Jugend- und Verbraucherschutzes garantieren, könnten Cannabis-Produkte kontrolliert an Volljährige abgegeben werden. Der Verkauf kommt somit weg von Straßenecken und Hinterhöfen.

Düsseldorf versucht derzeit im Rahmen eines Modellversuchs die kontrollierte Abgabe von Cannabis zu ermöglichen. Die LINKEN empfiehlt diese Lösung auch für Neuss.

 

Hauptausschuss 27.10.2016

TOP 12 – Ergänzungsantrag

 Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

zu TOP 12 der Tagesordnung stellt unsere Fraktion folgenden Antrag:

 

Der Hauptausschluss beschließt:

  1. Die Stadt Neuss bemüht sich darum, am Modellversuch der Stadt Düsseldorf für eine kontrollierte Drogenabgabe teilnehmen zu können.
  2. Sollte dies nicht möglich sein, so bemüht sich die Stadt zumindest darum, dass Neusser Konsumenten die kontrollierte Drogenabgabe in Düsseldorf nutzen können.


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