Schulreinigung nachhaltig verbessern – durch städtische Kräfte statt Billiganbieter!

28. Januar 2020  Antrag, News

„Erhalt und Rekommunalisierung einer professionellen kommunalen Reinigung“ – diese Forderung der Gewerkschaft ver.di greift die Ratsfraktion DIE LINKE nun für den Bereich der Schulreinigung auf. DIE LINKE beantragt nun, die durch die Kündigung eines privaten Unternehmens neu zu regelnden Reinigungsarbeiten nicht auszuschreiben, sondern durch städtische Reinigungskräfte durchführen zu lassen. 

„Die Schulreinigung in Neuss ist miserabel“, stellt Fraktionsvorsitzender Roland Sperling fest. Im Schulausschuss führen Schulvertreter immer wieder Klage über die unzureichende Reinigung. Die LINKE sieht einen Grund darin, dass überwiegend Fremdfirmen eingesetzt werden: „Wenn man die Schulreinigung möglichst billig durchführen will, sind Qualitätseinbußen kein Wunder“, so Sperling. „Schlecht bezahlte Mitarbeiter, die unter hohem Zeitdruck stehen – das ist die Realität bei solchen Firmen. Gerade die privaten Unternehmen für Gebäudereinigung stehen im Ruf, extrem profitorientiert zu arbeiten. Der Zeitdruck, unter dem die Mitarbeiter stehen, ist enorm. Sie sollen immer mehr Leistungen in immer kürzerer Zeit erbringen. Darunter leidet natürlich auch die Qualität. Wenn man die Arbeit in der kurzen Zeit nicht schaffen kann, bleibt der Rest eben liegen.“

Wegen unzureichender Reinigungsleistungen hatte die Stadt einer privaten Putzfirma zum 31.12.2019 gekündigt. Die Verwaltung beabsichtigt, diese Arbeiten für die Zeit ab dem 1.8.2020 neu auszuschreiben. DIE LINKE befürwortet stattdessen eine Reinigung durch städtische Mitarbeiter – wie es früher üblich war. Das bedeutet bessere Arbeitsbedingungen für die Reinigungskräfte und im Endeffekt auch eine bessere Reinigungsqualität. „Statt auf Outsourcing als scheinbar billigste Lösung zu setzen, muss die Stadt Verantwortung für die Schulgebäude übernehmen“, so Sperling.


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