Tiny Houses in Neuss? – DIE LINKE fordert Prüfung

05. Februar 2019  Antrag, News

Urbanes Wohnen hat viele Formen. Eine davon, die derzeit auch überregional im Trend liegt, ist das Leben in sogenannten Tiny Houses. Tiny Houses sind Minihäuser mit wenigen Quadratmetern Grundfläche, oft aus Holz und in mobiler Bauweise, die sehr preisgünstig hergestellt werden können.

Solche Häuschen sind bereits in vielen Städten als alternativer Wohnraum im Stadtbild zu finden. So zum Beispiel in Berlin. Auch die Stadt Düsseldorf prüft nach Abgaben der Planungsdezernentin, ob und wo das Aufstellen von Tiny Häusern ermöglicht werden kann. Da nur erschlossene Grundstücke in Betracht kommen, können Plätze z.B. im Rahmen künftiger Bebauungspläne vorgesehen werden.

Zur nächsten Sitzung des Planungsausschusses hat die Fraktion DIE LINKE nun beantragt, die Möglichkeit zur Errichtung von Tiny Houses auf dem Neusser Stadtgebiet zu prüfen. Als Großstatdt bietet Neuss schon jetzt viele verschiedene Wohnumgebungen und -Formen. Tiny Houses wären hierbei eine gute Ergänzung für Menschen mit individuellen Wohnbedürfnissen, die Urbanität und Naturnähe verbinden wollen; vor dem Hintergrund des niedrigen Anschaffungspreises kann hierin sogar ein kreativer Baustein für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gesehen werden. „Natürlich ersetzen Tiny Houses nicht die Notwendigkeit zum massiven Ausbau des öffentlich geförderten Wohnungsbaus“, so der Fraktionsvorsitzende Roland Sperling. „Allerdings sollten wir auch neuen Wohnformen gegenüber aufgeschlossen sein. Wir gehen davon aus, dass der Flächenverbrauch gering ist und durch die Mobilität, die viele der kleinen Häuschen mit sich bringen, eröffnen sich auch neue Perspektiven in der Stadtentwicklung. Dabei ist unser Antrag nur ein erster Aufschlag, weitere Prüfungen werden folgen.“

Berichterstattung auf NGZ-Online (externer Link): Mini-Häuser sollen Wohnraum schaffen


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