Weiterhin unzumutbar hohe Überstundenbelastung bei der Neusser Feuerwehr

04. März 2020  Antrag, News
Feuerwehr

LINKE fordert zwei zusätzliche Planstellen

Dem Hauptausschuss liegt für die Sitzung am 5.3.2020 wie jedes Jahr der Bericht der Verwaltung zu den Überstunden der Feuerwehrbeamten der Wachmannschaft vor. Und wie jedes Jahr teilt die Verwaltung auch jetzt wieder mit, dass im abgelaufenen Jahr wieder erhebliche Überstunden angefallen sind.


Laut Verwaltung sollen für 2019 insgesamt 5.341 Überstunden an die Feuerwehrleute ausgezahlt werden. Das ist aber nur ein Teil der insgesamt angefallenen Überstunden. Denn 50 Überstunden pro Mitarbeiter werden nicht ausgezahlt, sondern als Einsatzreserve zur flexiblen Dienstplangestaltung vorgehalten.

Die Verwaltung nennt zwar nicht die Gesamtzahlt der Überstunden, bei 64 Feuerwehrleuten kann aber von einer Gesamtzahl von mindestens 7.000 Überstunden ausgegangen werden. Das ist zwar etwas weniger als in den Vorjahren, aber immer noch deutlich mehr als etwa 2015 und 2016. Offenbar ist es bei der Neusser Feuerwehr zum Dauerzustand geworden, dass die vorhandenen Kräfte nicht ausreichen. DIE LINKE wird deshalb im Hauptausschuss am Donnerstag beantragen, die hauptamtlichen Stellen der Wachmannschaft um zwei Planstellen aufzustocken.

„Die fortdauernde Überlastung der Mitarbeiter wirkt sich schädlich auf deren Gesundheit aus. Häufiger Dienst, zu wenige Erholungsphasen, und auch das Familienleben leidet erheblich. Hier hat der Dienstherr eine Verantwortung und eine Fürsorgepflicht gegenüber den Kollegen“, so Roland Sperling, der um den Fachkräftemangel auch bei Feuerwehrleuten weiß: „Erforderlichenfalls muss die Stadt ihre Ausbildungskapazität steigern.“ Die Ausbildung zum Brandwärter dauert 18 Monate.


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