Wohnraum muss geschützt werden!

28. November 2016  Antrag, News
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Auf Antrag der Fraktion DIE LINKE prüft die Stadtverwaltung die Einführung einer sogenannten „Zweckentfremdungssatzung“. Damit soll verhindert werden, dass Wohnungen in Neuss gewerblich als angebliche „Ferienwohnungen“ vermietet werden.

 

 

 

„Der Antrag richtet sich nicht gegen Menschen, die ihre Wohnung vorrübergehend untervermieten, wenn sie nicht zu Hause sind. Die Zweckentfremdungssatzung soll verhindern, dass gewerbliche Anbieter Wohnungen nur anmieten oder kaufen, um sie dann anschließend wie ein Hotelzimmer zu vermieten“, erklärt Roland Sperling, Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion DIE LINKE.

Über Portale wie Airbnb werden zahlreiche Wohnungen als „Ferienwohnungen“ angeboten, die erkennbar keinen anderen Zweck erfüllen. Sie sind eingerichtet wie Hotelzimmer und werden das ganze Jahr über angeboten. Besonders an Messetagen fahren die Anbieter mit diesen Wohnungen hohe Gewinne ein. Die Lage am Wohnungsmarkt wird durch dieses Geschäftsgebaren weiter verschärft: die Wohnungen stehen den Menschen, die dringend eine Wohnung in Neuss suchen, nicht mehr zur Verfügung; durch die Hotelzimmerpreise steigen die Mieten für Wohnungen insgesamt.

Im Rat folgte nun eine große Mehrheit dem Ansinnen der Linken und beauftragte die Verwaltung zunächst mit der Beobachtung und Prüfung des Sachverhaltes. Nur die FDP ergriff gegen den Antrag Partei. „Wohnungen sind zum Vermieten da!“, führte deren Fraktionsvorsitzender Manfred Bodewig aus. Für die Fraktion DIE LINKE ein Unding; mitten in der Wohnungskrise müsste auch dem letzten klar werden: Wohnungen sind zum Wohnen da!

Download:

Antrag: Zweckentfremdungssatzung (18.11.2016).pdf

Bericht in der NGZ (Link)

 

Bild auf dieser Seite: Helene Souza  / pixelio.de


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